Information 

Liebe Gemeinde,

um Sie und Ihre Liebsten, Ihre Freund*innen, Nachbar*innen, 
Fremde – unsere Nächsten zu schützen, werden wir in den kommenden Wochen keine Präsenzgottesdienste in der Lietzenseekirche abhalten. Schweren Herzens zu dieser Entscheidung gerungen, danken wir für Ihr Verständnis und leben dadurch gemeinsam Solidarität und Nächstenliebe.

Wir laden Sie sehr herzlich ein zu unserem Audio-Gottesdienst mit Krippenspiel (siehe unten).

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Unsere Kirche

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Gemeindeleben

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Gemeindebrief

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"Das ist vom Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unseren Augen."

Psalm 118, 23

 

Frohe Weihnachten

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit unserem Weihnachtsgottesdienst mit Krippenspiel im Audioformat. 

 

Freuen Sie sich auf die Stimmen von Pfarrerin Cyranek und Freudenberg, Gemeindepädagogin Winkler, Dr. Anne-Katrin Escher-Lorenz sowie unseren Konfirmand*innen und Teamer*innen. An der Orgel spielen für Sie Prof. Eichhorn und Herr Schnapka. Die Lieder singt für Sie Kantorin Reichardt.

Liedhefte erhalten Sie an unserer Kirche oder hier.

Wir sind miteinander verbunden – in Gedanken, im Singen und Beten. Freut euch, der Heiland ist euch heute geboren!

WeihnachtsgottesdienstLietzenseegemeinde
00:00 / 27:00

Brot für die Welt – Weihnachtskollekte

Für viele Kinder ist in diesem Jahr die Zukunft unsicher geworden – für die Kinder hier, vor allem aber für die Kinder in vielen Ländern des Südens. Sie leiden besonders unter den indirekten Folgen der Pandemie. Deshalb setzt Brot für die Welt dieses Jahr mit seiner Aktion unter dem Motto „Kindern Zukunft schenken“ ein Hoffnungszeichen für die Zukunft der Jüngsten.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Die Möglichkeit zu spenden haben Sie hier oder durchs Scannen des QR-Codes.

Die Weihnachtsandacht über das Altarbild von Hugo van der Goes

Nackt und bloß liegt es da, das Kind. Nicht in Windeln gewickelt und nicht in einer Krippe liegend, sondern auf dem Fußboden. Hart und kalt auf der Erde liegt das neugeborene Gotteskind, der Heiland der Welt, bei dem flämischen Meister Hugo van der Goes (um 1475, Portinari-Altar, Florenz). Schutzlos, wie ausgesetzt. Die Händchen und Ärmchen nicht freundlich-lieblich ausgebreitet in segnender Gebärde, sondern eng an den kleinen Leib gepresst, frierend und ein Erstaunen im kleinen Gesicht: Wie geschieht mir hier?

Um es herum im Kreis die wild herbeigestürmten Hirten, Maria, dazu viele vornehm gewandete Engel, Josef weit entfernt und Ochs und Esel mit den Nasen tief im Krippenstroh, erstaunt, dass sie den Futtertrog noch ganz für sich alleine haben.

Kein holder Knabe ruht hier sanft in seiner Mutter Schoß, immerhin deutet ein zarter Strahlenkranz auf die himmlische Herkunft dieses Kindleins: Gott wird Mensch in hilflosester, verlassenster Gestalt.

Was für eine seltsame, provokante Weihnachtsszene! Will nicht, wer dies erblickt, sofort losrennen, das Kind vom Boden aufheben, es wärmen, ans Herz drücken, es hegen und pflegen und beschützen? Hier muss doch etwas geschehen! Hier kann ich doch nicht zusehen, hier muss ich doch was tun! Pro-vokant heißt: hervor-rufend. Das Gotteskind am nackten Boden ruft im Menschenherzen hervor, dass jemand gar nicht anders kann, als sich zu kümmern, zu lieben, zu helfen. Es sind so viele Hände, die der Maler so auffallend in die Geburtsszene gemalt hat, zum Gebet gefaltet und viele schon geöffnet, weit geöffnet, alle Beteiligten kurz davor, sich tief zu bücken und das Schutzlose aufzuheben und alles für es zu tun.

Gott kommt zur Welt, sehr klein, sehr bedürftig. Was haben Menschen seit 550 Jahren an diesem Altarbild erkannt? Ihre eigene Bedürftigkeit? Ihre, vielleicht lange verschüttete, Fähigkeit zur Hingabe, einander freundlich in Obhut zu nehmen, im Namen dieses schutzlosen Kindes von Bethlehem? Dieses Jahr 2020 und ein (nicht vom Himmel gefallenes) Virus darin hat vielen Menschen viel abverlangt, hat in der Verunsicherung der Tage und der Lebensgewissheiten Schönstes und Schrecklichstes der menschlichen Eigenschaften hervorgebracht, Hingabe und Egozentrik und mancherlei dazwischen. Wofür nicht nur die Bilder von erschöpften Pflegekräften oder die unsäglichen Hamsterszenen um WC-Papier beinahe ikonisch geworden sind. Dass Menschen um ihrer selbst und um Gottes willen einander brauchen und dass Gott selber Menschen braucht in dieser Welt, die ihm zugetan sind, offenen Herzens sich immer wieder neu bewegen lassen, von sich selber auch dann und wann abzusehen, davon, glaube ich, erzählt diese weihnachtliche Geburt in der Auslegung des flämischen Meisters.

Kaum eine Generation seither konnte das Weihnachtsfest je in absoluter Sicherheit, Geborgenheit, Gesundheit und überfließender materieller Fülle feiern, niemand war auf Rosen gebettet, im Krieg, im Hunger, in Krankheit und Verlassenheit, oft ganz tief am Boden eben.

Und doch haben sie alle, alle ihren Trost und ihre Kraft davon genommen, dass der große Gott genau da sein wollte, wo sie waren: manchmal sogar am nackten Boden, frierend und zugleich aller Liebe wert. Ein Mensch,

der aus dem Gebet heraus die Hände ausstreckt, den andern, die andere zu schützen, zu wärmen, zu lieben.

So vielleicht kann es Weihnachten werden, auch wenn in diesem Jahr manches womöglich anders sein wird als gedacht.

 

Von Herzen wünsche ich Ihnen eine frohe, gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Caterina Freudenberg, Pfarrerin

 
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